Etiketten millimetergenau drucken
Verschobene Etiketten liegen fast nie am Raster, sondern an einer automatischen Skalierung durch Browser oder Druckertreiber. Diese Seite bringt den Ausdruck in vier Schritten zur Deckung.
1. Die richtigen Einstellungen im Druckdialog
- Papierformat: DIN A4
- Skalierung: 100 % beziehungsweise „Tatsächliche Größe“ — nicht „An Seite anpassen“
- Ränder: Keine beziehungsweise 0 mm
- Kopf- und Fußzeilen: abschalten
- Ausrichtung: Hochformat, sofern die Vorlage nichts anderes verlangt
- Beidseitiger Druck: aus
2. Testbogen statt Etikettenbogen
Drucken Sie im Generator zuerst den Testbogen auf normales Papier. Er zeigt nur die Umrisse und die Positionsnummern. Halten Sie den Ausdruck hinter den Etikettenbogen und beide gegen eine Lichtquelle: So sehen Sie die Abweichung sofort, ohne ein einziges Etikett zu verbrauchen.
3. Abweichung korrigieren
Ist alles gleichmäßig verschoben, hilft die Feinkorrektur. Sie verschiebt den gesamten Druck, ohne das Raster zu verändern:
- Ausdruck liegt zu weit rechts → Korrektur X negativ
- Ausdruck liegt zu weit links → Korrektur X positiv
- Ausdruck liegt zu weit unten → Korrektur Y negativ
- Ausdruck liegt zu weit oben → Korrektur Y positiv
4. Wenn es trotzdem nicht passt
Wächst der Versatz von Zeile zu Zeile, stimmt nicht die Position, sondern die Etikettenhöhe oder der Zeilenabstand. Messen Sie dann zwei weit auseinanderliegende Etiketten von Oberkante zu Oberkante und teilen Sie den Abstand durch die Anzahl der Zeilen dazwischen — das Ergebnis ist Höhe plus Abstand Y.
Viele Drucker besitzen außerdem einen nicht bedruckbaren Rand von etwa 4 bis 5 Millimetern. Etiketten, die direkt am Blattrand sitzen, lassen sich damit nicht vollständig bedrucken. Ein randloser Modus hilft, sofern der Drucker ihn anbietet — andernfalls ist ein Bogenformat mit größerem Rand die bessere Wahl.