Rahmenübersicht

Zierrahmen für Etiketten

26 Rahmenvorlagen aus 13 Kunststilen zwischen Renaissance und Gegenwart, je zwei Entwürfe pro Stil. Jeder Rahmen lässt sich farbig oder in Schwarz-weiß drucken und passt sich jedem Etikettenformat an, vom 38 × 21-mm-Kleinetikett bis zum Ordnerrücken.

Wie die Rahmen gezeichnet werden

Die Rahmen sind keine Bilddateien, sondern Vektorzeichnungen, die beim Aufbau der Vorschau direkt in Millimeter-Koordinaten entstehen. Für den Ausdruck heißt das: kein Ornament wird verzerrt, egal wie schmal oder breit das Etikett ist, die Zeichnung bleibt in jeder Druckauflösung scharf, und die Strichstärken stimmen in Millimetern mit dem überein, was aus dem Drucker kommt.

Die Schwarz-weiß-Fassung ist kein nachträglich entfärbtes Bild, sondern eine eigene Abstufung. Jeder Entwurf arbeitet mit vier Farbrollen, die in der Schwarz-weiß-Fassung durch feste Graustufen ersetzt werden. Dadurch bleibt der Kontrast zwischen Hauptlinie, Zierrat und Fläche erhalten, auch auf einem Laserdrucker ohne Farbe.

Der nötige Innenabstand ist je Rahmen hinterlegt. Wählen Sie einen Rahmen aus, vergrößert der Generator den Innenrand des Etiketts automatisch um genau diesen Wert, damit Text, QR-Code oder Barcode nie unter dem Zierrat liegen.

Epoche

Alte Meister und Klassik

Renaissance ca. 1420–1600

Echte Formen, richtige Tiefe und Harmonie.

Kassettenrahmen

Ruhige Doppellinie mit hinterlegtem Band und Eckquadraten, wie bei florentinischen Bilderrahmen.

Rundbogen-Arkade

Halbrunde Bögen oben und unten, dazu Pilaster an den Seiten wie an einer Fassade.

Barock ca. 1600–1720

Viel Bewegung und starker Wechsel von Licht und Schatten.

Akanthusvolute

Schweres Doppelband mit eingerollten Blattvoluten in allen vier Ecken.

Kartusche

Ausgebauchte Mittelstücke und eine versetzte Schattenlinie, die dem Rand Tiefe gibt.

Klassizismus ca. 1750–1800

Klare Linien nach dem Vorbild der alten Griechen und Römer.

Mäanderband

Das griechische Schlüsselmuster, zwischen zwei feine Linien gesetzt.

Perlstab

Doppellinie mit Perlen und Zwischenstegen, das Standardprofil antiker Gesimse.

Romantik ca. 1790–1830

Gefühle, Natur und das Geheimnisvolle stehen im Mittelpunkt.

Rankenwerk

Eine wellenförmige Ranke mit wechselseitigen Blättern läuft um das ganze Etikett.

Mondlicht

Leicht unruhige Handlinie, Mondsichel in der Ecke, Sterne über der oberen Kante.

Epoche

Die Moderne und das 19. Jahrhundert

Realismus ca. 1840–1870

Das echte, genaue Leben ohne Beschönigung.

Schlichte Leiste

Eine saubere Linie, innen eine dünne Schattenkante, ganz ohne Ornament.

Werkstattlinie

Doppellinie mit gekappten Ecken und Maßmarken an den Kantenmitten.

Impressionismus ca. 1870–1900

Schnelle Pinselstriche und der Blick für Licht und Farbe.

Pinselstrich

Vier lose Striche mit offenen Ecken, unterschiedlich stark aufgetragen.

Lichtpunkte

Der Rand entsteht aus versetzten Farbtupfen in wechselnder Größe.

Jugendstil ca. 1890–1910

Geschwungene Linien und Muster aus der Natur.

Peitschenhieb

Lange S-Schwünge aus den Ecken heraus, die Leitlinie des Jugendstils.

Lilienbogen

Stilisierte Lilie über der Mitte, dazu weich eingerollte Eckklammern.

Expressionismus ca. 1905–1925

Kräftige Farben und starke Gefühle statt echter Form.

Holzschnitt

Ein grobes, ungleichmäßig geschnittenes Band mit ausgehackter Innenkante.

Zackenband

Spitzer Zickzack in zwei starken Farben, umlaufend und ohne Beruhigung.

Kubismus ca. 1907–1914

Dinge werden in geometrische Formen zerlegt.

Facetten

Das Randband ist in Dreiecke zerlegt, die abwechselnd hell und dunkel stehen.

Rasterversatz

Verschobene Rechtecke in den Ecken, dazu eine Linie, die um sich selbst springt.

Surrealismus ab 1924

Träume und die Welt des Unterbewussten.

Schmelzrahmen

Die obere Kante tropft nach unten, die untere hängt durch, als gäbe der Rahmen nach.

Schwebende Formen

Unterbrochene Linie mit losgelösten Körpern: Kugel, Wolke, Schlüsselloch.

Epoche

Moderne und Gegenwart

Abstrakte Kunst 20. Jahrhundert bis heute

Keine reale Form mehr, nur noch Farben und Linien.

Farbfelder

Der Rand besteht aus unterschiedlich langen Farbflächen, getrennt durch harte Linien.

Freie Linien

Gerade Linien verschiedener Stärke queren das Randfeld in freiem Winkel.

Pop-Art ab ca. 1955

Bilder aus der Werbung, dem Alltag und mit bekannten Stars.

Rasterpunkte

Kräftige Außenlinie und ein Punktraster, wie es der Zeitungsdruck hinterlässt.

Comic-Rahmen

Dicke schwarze Kontur mit versetztem Farbschatten, der klassische Panel-Rand.

Zeitgenössische Kunst Gegenwart

Die bunte Vielfalt der Kunst von heute.

Verlaufsband

Ein umlaufendes Band, das in feinen Stufen von einer Farbe in die andere übergeht.

Minimal-Ecken

Nur vier feine Eckwinkel und ein einzelner Farbblock, sonst nichts.

Welcher Rahmen passt wozu?

Ein Rahmen soll das Etikett auffindbar machen und es nicht überladen. Ein paar Anhaltspunkte:

  • Geschäftspost und Rechnungsordner: Realismus oder Klassizismus. Eine Linie, allenfalls ein Perlstab: ordentlich, ohne dekorativ zu wirken.
  • Archiv und Regalreihen: je Sachgebiet ein eigener Rahmen. Das ersetzt das Farbleitsystem, das man sonst über Klebepunkte behelfsmäßig aufbaut, und funktioniert in Schwarz-weiß genauso, weil sich die Muster und nicht nur die Farben unterscheiden.
  • Einmachgläser, Vorratsdosen, Geschenke: Jugendstil, Romantik oder Renaissance. Hier darf der Zierrat tragen, weil der Text kurz ist.
  • Werkstatt, Lager, Inventar: Pop-Art oder Expressionismus, wenn Etiketten aus einigem Abstand erkannt werden sollen: kräftige Konturen setzen sich auch auf schmutzigem Untergrund noch ab.
  • Kleine Etiketten unter 30 mm Höhe: Minimal-Ecken oder Schlichte Leiste. Feine Ornamente verlieren sich dort, und der Innenrand fehlt an anderer Stelle.

Ein Hinweis zum Verbrauch: Flächige Rahmen wie Farbfelder, Holzschnitt oder das Verlaufsband tragen deutlich mehr Farbe auf als eine Doppellinie. Wer eine größere Serie druckt, fährt mit einem linienbetonten Entwurf oder mit der Schwarz-weiß-Fassung günstiger.

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